Wagner, Mälzer, Griese Heindl (Foto G. Griese Heindl)
Schierling. Die Sonne nicht nur im Herzen zu haben, sondern auch über ein Balkonkraftwerk in der Steckdose, darum ging es bei einem Informationsabend des SPD-Ortsvereins im Alten Schulhaus. Die SPD-Ortsvorsitzende Madlen Melzer begrüßte zu dieser Motivations-veranstaltung konnte dazu zwei hochkarätige Politikerinnen begrüßen: die Bundestagsabgeordnete Dr. Carolin Wagner, Vorsitzende der Oberpfälzer SPD und Landesgruppen-Vorsitzende in der SPD-Bundestagsfraktion, und als Referentin die SPD-Kreisvorsitzende Dr. Gabriele Griese-Heindl. Sie sah in den Solar-Balkonkraftwerken einen wichtigen Baustein für den Einstieg in die erneuerbaren Energien und warnte vor einer „Rückkehr in die Vergangenheit der Atomkraftwerke.“ Dr. Carolin Wagner bezeichnete in ihrem kurzen Grußwort die Energie- und Umweltpolitik als große Herausforderung für die Gegenwart und die Zukunft. Der Ausbau der Windkraft- und der Photovoltaik-Anlagen stehe erst am Anfang.
Die Referentin des Abends, Frau Dr. Gabriele Griese-Heindl untermauerte ihre Anregung zur Anschaffung eines PV-Balkonkraftwerks mit technischen Daten und persönlichen Erfahrungen. Balkonkraftwerke seien kompakte Photovoltaikanlagen, die speziell für den Einsatz auf Balkonen und Terrassen konzipiert wurden und bestünden in der Regel aus einem oder zwei Solarmodulen, einem Wechseltrichter und Montageteilen. Ein solches Balkonkraftwerk könne eine flächendeckende PV-Anlage zwar nicht ersetzen, aber es sei eine Möglichkeit zu einer größeren Unabhängigkeit vom Stromanbieter. Schließlich sei die Montage relativ einfach und die Investitionskosten könnten innerhalb von längstens drei Jahren amortisiert werden; in der Folgezeit sei mit einer Rendite von 25 bis 30 Prozent zu rechnen, betonte Dr. Griese-Heindl. Bei einem Zwei-Personen-Haushalt und einer 600 kW-Leistung hätten sich die jährlichen Stromkosten von fast 900 € um knapp die Hälfte reduziert, schilderte die Referentin ihre eigenen Erfahrungen mit ihrem Balkonkraftwerk. Ausführlich berichtete sie über die rechtlichen Voraussetzungen der Balkonkraftwerke, ihre voraussichtlichen Kosten und technischen Leistungen, die Möglichkeiten der Förderung durch die Öffentliche Hand und Preisvorteile bei Sammelbestellungen. Fragestellern aus der interessierten Zuhörerschaft stand sie Rede und Antwort. Das Fazit von Dr. Griese-Heindl: „Der Wechsel zu den Erneuerbaren Energien ist aus ökologischen, wirtschaftlichen und sozialen Gründen und ein Wettlauf mit der Zeit. Die Energie-Autonomie ist ein Gebot der Zukunft, eine Rückkehr zur Atomenergie hingegen ein Spiel mit dem Feuer.“ Die SPD-Ortsvorsitzende Madlen Melzer bedankte sich bei MdB Carolin Wagner und der Referentin Dr. Gabriele Griese-Heindl mit einem kleinen Präsent.