SPD Regensburg-Land

Karl Söllner zur Windkraftdebatte

Veröffentlicht am 22.09.2025 in Kommunalpolitik
K. Söllner
Karl Söllner

In Reaktion auf die jüngsten Äußerungen von Herrn Grossmann, CSU Landratskandidat, möchten wir einige wichtige Klarstellungen zu den Vorranggebieten für Windkraftanlagen (WKAs) in unserem Landkreis vornehmen. Dazu unser Experte, Karl Söllner:

Zunächst einmal ist es entscheidend zu betonen, dass die Vorranggebiete Flächen festlegen und nicht die Anzahl der Windkraftanlagen. Die Frage, wie viele Windkraftanlagen letztendlich gebaut werden, kann derzeit niemand beantworten. Herr Grossmann spricht von „weniger“, ohne klarzustellen, was er damit meint. Wenn er sich auf die Vorranggebiete bezieht, müsste er konkretisieren, dass wir bei einem Abstand von 10H bleiben. Aktuell haben wir im Landkreis etwa 10 Windkraftanlagen. Wenn er damit meint, dass es keine Windkraftanlagen mehr geben sollte, dann sollte er dies auch so aussprechen.

Es ist offensichtlich, dass Herr Grossmann nicht das kürzlich festgelegte Ziel von 1,8 % für die Windnutzung bis 2032 im Blick hat, sondern möglicherweise das frühere Ziel von 1,1 % bis 2027. Die Qualität der festgelegten Flächen ist von großer Sorgfalt geprägt und bietet eine solide Grundlage für den Netzausbau. Die anderen Flächen sind für Windkraftanlagen ausgeschlossen, was die Planungssicherheit erhöht.

Es scheint, als wolle Herr Grossmann darauf setzen, dass in drei Jahren bei der Prüfung festgestellt wird, dass man mit 1,1 % auskommt. Dies könnte ein Versuch sein, Stimmen zu gewinnen, indem er populäre, aber irreführende Argumente aufgreift.

Es ist auch erwähnenswert, dass Herr Grossmann während seiner Zeit im Planungsausschuss der gesamten Vorgehensweise stets zugestimmt hat. Es gibt Bürgerinitiativen, die vehement gegen die geplanten Vorranggebiete wettern, insbesondere in Pentling, Regental und Wiesent. Die Argumente dieser Initiativen sind inhaltlich oft nicht überzeugend und wiederholen sich, während sie gleichzeitig mit großer Heftigkeit vorgetragen werden.

Die Festlegung von 1,8 % für die Vorrangflächen ist eine solide Grundlage für den Netzausbau des Bayernwerks. Der Netzausbau und der Speicherausbau bleiben zentrale Aufgaben für die Energiewende. Wer in Bayern von einer „Verspargelung“ der Landschaft spricht, möchte lediglich polarisieren und Fehlinformationen verbreiten.

Für eine erfolgreiche Energiewende ist es unerlässlich, dass wir auf Fakten basieren und gemeinsam an einer nachhaltigen Zukunft arbeiten.

Mitglied werden!

Mitglied werden!